FCI-Standard Nr.246 / 20. 01. 1998 / D

Tschechischer Terrier

(Ceský Terrier)

Ursprung

Tschechische Republik

Datum der Publikation des gültigen Originalstandards

14. 02. 1995

Verwendung

Ursprünglich Terrier zur Jagd auf Fuchs und Dachs, heutzutage mehr als Gesellschaftshund gezüchtet und verwendet.

Klassifikation FCI

Gruppe 3 Terrier, Sektion 2 Niederläufige Terrier, ohne Arbeitsprüfung

Kurzer geschichtlicher Überblick

Der Cesky Terrier ist das Resultat einer zielbewußten Kreuzung zwischen einem Sealyham Terrier Rüden und einer Scottish Terrier Hündin. Gewünscht und gesucht war ein leichter, niederläufiger, gut pigmentierter und gut zu führender Jagdterrier mit praktischen, kleinen Hängeohren und von einfacher Haarpflege. Mit der Züchtung begann Herr Frantisek Horák aus Klánovice bei Prag im Jahre 1949. Im Jahre 1959 wurden diese Hunde unter dem Namen "Ceský Terrier" (Tschechischer Terrier) zum ersten Male ausgestellt. Die FCI hat die Rasse im Jahre 1963 anerkannt.

Allgemeines Erscheinungsbild

Kurzläufiger, langhaariger, gut gebauter und bemuskelter Terrier von rechteckigem Format, mit mittelgroßen Hängeohren.

Wichtige Maße

Idealmaße

Widerristhöhe

Kopflänge

Breite des Kopfes

Brustumfang hinter dem

Ellenbogen gemessen

Länge des Körpers

Rüde

29cm

21cm

10cm

 

45cm

43cm

Hündin

27cm

20cm

9cm

 

40cm

40cm

Verhalten / Charakter (Wesen)

Ruhiger, nicht aggressiver, leicht zu führender, angenehmer und freudiger Gesellschafter; Fremden gegenüber zurückhaltend. Die Vertreter dieser Rasse sind besonders ruhig und sanft.

Kopf

Der Kopf bildet einen stumpfen, langen, jedoch nicht zu breiten Keil. Die Stirnebene bildet mit der Längsachse des Nasenrückens einen scharfen Winkel.

Oberkopf

Schädel

Der Schädel, zwischen den Behängen, ist nicht zu breit und wird gegen die Augenbogen zu mäßig schmaler. Jochbogen mäßig vorstehend, Hinterhauptbeinhöcker gut abzutasten. Stirnfurche wenig ausgeprägt.

Stop

Gering ausgeprägt, aber sichtbar.

Gesichtsschädel

Nasenschwamm

Gut geformt und von dunkler Farbe. Bei den Terrier mit graublauem Haarkleid ist er schwarz, bei milchkaffeebraunem Haarkleid leberfarbig.

Nasenrücken

Gerade.

Kiefer/Zähne

Kiefer kräftig. Vollständiges Scheren- oder Zangengebiß. Das Fehlen der beiden M3 wird nicht bestraft. Die Zähne sind stark, regelmäßig angeordnet und senkrecht zu den Kiefern eingesetzt.

Lefzen

Verhältnismäßig fleischig, gut anliegend.

Backen

Nicht stark hervortretend.

Augen

Mittelgroß, eher etwas tief eingesetzt, von gutmütigem Ausdruck. Durch überhängendes Haar gut bedeckt. Bei den graublauen Terriern ist die Augenfarbe braun bis dunkelbraun, bei den milchkaffeebraunen Terriern hellbraun.

Ohren

Mittelgroß und derart überhangend, daß er die Ohröffnung gut verschließt. Verhältnismäßig hoch angesetzt und den Backen gut anliegend. Die Ohrlappen sind von dreieckiger Form, mit der kürzeren Seite an der Kippstelle.

Hals

Mittellang, vom Widerrist weg schräg nach oben verlaufend, verhältnismäßig kräftig. Die Haut an der Kehle ist etwas locker, bildet jedoch keine Wamme.

Körper

Länglich

Obere Linie

Nie ganz gerade, weil Lendenpartie und in ihrer Folge die Kruppe immer mäßig gewölbt sind.

Widerrist

Nicht sehr ausgeprägt, Hals etwas hoch angesetzt.

Rücken

Kräftig, von mittlerer Länge.

Lenden

Verhältnismäßig lang, muskulös, breit und leicht gewölbt.

Kruppe

stark entwickelt, muskulös, Becken mäßig abfallend. Hüfthöcker oft leicht höher als der Widerrist.

Brust

Brustkorb eher walzenförmig als tief. Rippen gut gewölbt.

Bauch: Geräumig, .leicht aufgezogen; Flanken voll.

Rute

Die ideale Länge beträgt 18 bis 20 cm; sie ist verhältnismäßig dick und tief angesetzt. In der Ruhe wird sie herabhängend oder am Rutenende mit einer leichten Krümmung nach oben getragen. In der Erregung wird sie säbelförmig horizontal oder höher getragen.

Gliedmaßen

Vorderhand

Die Vorderläufe sollen gerade, starkknochig und parallel sein.

Schultern

Muskulös.

Ellenbogen

Locker, jedoch weder einwärts noch auswärts gedreht.

Vorderpfoten: Groß, mit gewölbten Zehen und starken Krallen. Fußballen voll und stark entwickelt.

Hinterhand

Die hinteren Gliedmaßen sind parallel, kräftig, gut gewinkelt und bemuskelt.

Unterschenkel

Kurz

Sprunggelenk

Relativ hoch angesetzt, stark entwickelt.

Hinterpfoten

Kleiner als die Vorderpfoten.

Gangwerk

Frei, ausdauernd, raumgreifend, lebhaft. Galopp langsam, aber ausdauernd. Die Bewegung der Vorderläufe ist gerade nach vorn gerichtet.

Haut

Fest, dick, ohne Falten oder Wamme, pigmentiert.

Haarkleid

Beschaffenheit des Haars

Das Haar ist lang, fein, aber fest, leicht gewellt, seidig glänzend, nicht zu üppig. Beim Cesky Terrier wird das Haar durch Scheren hergerichtet. An der vorderen Kopfpartie wird das Haar nicht geschoren und bildet dort Augenbrauen und einen Bart. Unten an den Extremitäten, unter der Brust und am Bauch wird das Haar ebenfalls nicht geschoren.. In Ausstellungskondition soll das Haar auf der Oberseite des Halses sowie auf Schultern und Rücken höchstens 1 bis 1,5 cm lang sein. Seitlich am Rumpf und an der Rute soll das Haar kürzer sein. Auch an den Ohren und Backen, an der Unterseite des Halses, an Ellenbogen, Ober- und Unterschenkel sowie um den After herum soll das Haar sehr kurz sein. Der Übergang zwischen den geschorenen und den nicht geschorenen Partien muß fließend und gefällig sein.

Farbe des Haars

Der Ceský Terrier kommt in zwei Farbvarietäten vor:

Graublau  (Welpen werden schwarz geworfen)

Milchkaffeebraun (Welpen werden schokoladebraun geworfen)

Bei beiden Farbvarietäten sind gelbe, graue oder weiße Abzeichen zulässig. Diese kommen am Kopf (Bart, Backen), Hals Brust, Bauch sowie an den Gliedmaßen und um den After herum vor. Manchmal kommt auch eine weiße rutenspitze oder ein weißer Halskragen vor. Die Grundfarbe muß jedoch stets überwiegen.

b) Klar sandfarben oder rot, wobei jegliche unsaubere oder dunkle Schattierung ein Mangel sind, jedoch ist ein Topknot in hellerer Schattierung annehmbar.

c) In jeder Färbung sind weiße Abzeichen an der Brust und an den Pfoten zu bestrafen.

Größe/Gewicht

Der Ceský Terrier kommt in zwei Farbvarietäten vor:

Graublau  (Welpen werden schwarz geworfen)

Milchkaffeebraun (Welpen werden schokoladebraun geworfen)

Bei beiden Farbvarietäten sind gelbe, graue oder weiße Abzeichen zulässig. Diese kommen am Kopf (Bart, Backen), Hals Brust, Bauch sowie an den Gliedmaßen und um den After herum vor. Manchmal kommt auch eine weiße rutenspitze oder ein weißer Halskragen vor. Die Grundfarbe muß jedoch stets überwiegen.

b) Klar sandfarben oder rot, wobei jegliche unsaubere oder dunkle Schattierung ein Mangel sind, jedoch ist ein Topknot in hellerer Schattierung annehmbar.

c) In jeder Färbung sind weiße Abzeichen an der Brust und an den Pfoten zu bestrafen.

Fehler

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muß als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Ø   Schwaches Skelett

Ø   Wechselnase

Ø   Schwaches, kurzes oder zu spitzes Vorgesicht mit schwachem Gebiß

Ø   Verlust eines (1) Schneidezahns

Ø   Zu große und hervorstehende Augen

Ø   Zu große oder zu kleine Ohren; Ohren, die eine andere Form haben oder anders getragen werden als es der Standard vorschreibt.

Ø   Zu kurzer, zu langer, weicher Rücken

Ø   Krumme Vorderläufe, unkorrekter Stand

Zu feines oder zu grobes Haar

Ausschließende Fehler

Ø   Verlust von mehr als 4 Zähnen; Verlust von mehr als 2 und mehr Schneidezähnen; Eckzahn in Vestibulo-Position verkeilt.

Ø   Vor- und Rückbiß

Ø   Entropium oder Ektropium

Ø   Brustumfang größer als 50 cm

Ø   Gerollte oder über dem Rücken getragene Rute

Ø   Unregelmäßige, zuckende, krampfhafte Bewegungen (Scottie Cramp)

Gestromtes, langes Haar nach Abschluß des zweiten Lebensjahres

Ø   Grobes oder gekräuseltes, wattiges Haar

Ø   Mehr als 20% weißes Haarkleid, weißes Abzeichen auf der Stirn

Ø   Gewicht mehr als 10 kg oder weniger als 6 kg

Ängstliche, nervös unausgeglichene, aggressive Hunde

N.B.

Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

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